ZerO-Standardprothese


Im Volksmund als ‚Gebiss‘ bezeichnet und oft auf den ersten Blick erkannt: Standardfarben beim künstlichen Zahnfleisch und einheitlich weiße Zähne lassen kaum einen Zweifel offen. Auch, wenn der Tragekomfort sich in den letzten Jahren deutlich verbessert hat und unter Verwendung einer Haftcreme ein relativ unbelasteter Umgang mit einer Standardprothese möglich ist, sind sich die Patienten doch oft der künstlichen Zähne bewusst und fühlen sich beim Essen, Reden und Lachen gehemmt.
Sind in einem Kiefer alle Zähne verloren gegangen, so ist, lässt man die Implantologie außer Acht, die einzige Lösung eine Totalprothese. Diese findet durch die Kieferform (im Oberkiefer), sowie Unterdruck und Adhäsion ihren Halt am Kiefer. Hierzu wird der Prothesenrand mit Hilfe einer Funktionsabformung besonders angepasst und gestaltet. Obwohl man vermuten könnte, dass es wegen der Schwerkraft schwieriger wäre, einer Oberkieferprothese ausreichenden Halt zu geben, ist das Gegenteil der Fall. Der Halt einer korrekt angefertigten oberen Totalprothese ist meist gut, der Halt auch einer korrekt angefertigten unteren Totalprothese ist oftmals unbefriedigend. Dies ist durch die kleinere Auflagefläche, die Verwindung des Unterkiefers bei Kaubewegungen und die enorme Beweglichkeit der Zunge bedingt. Die Anwendung von Saugnäpfen in der Oberkieferprothese ist ein historisches Verfahren, das wegen seiner Risiken (Beschädigung des Gaumendachs) heute nicht mehr angewendet wird. Aus Stabilitätsgründen werden totale Prothesen manchmal mit einer Metalleinlage verstärkt. Dies kann allerdings zu Spannungen im Kunststoff führen.

 

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